Bürgermeister-Team trifft auf die Wolfsteiner Kicker am 29.08.2009
Anlässlich der Kirchdorfer Kirchweih steigt am morgigen Samstag, ab 16 Uhr, ein Fußballspiel zwischen der Bürgermeistermannschaft des Landkreises Regen und den Wolfsteiner Kickern.
Auf Seiten der Regener verstärkt Landwirtschaftsminister Helmut Brunner das Team, bei den Gästen läuft der Freyung-Grafenauer Landrat Ludwig Lankl auf, der aber ohnhin für die Kicker spielberechtigt wäre - er ist deren Präsident!
Ein sportliches Schmankerl hat Georg Rechenmacher, der schon seit einigen Jahren bei den Wolfsteiner Kickern mitspielt, für die Kirchweih organisiert. Vor über 30 Jahren sind die WOS-Kicker vom früheren DFB-Schatzmeister Heinrich Schmidhuber gegründet worden. Die Mannschaft spielte unter anderem gegen die AH-Teams von Bayern München, 1. FC Nürnberg, Spvgg Unterhaching und Sparta Prag, sowie gegen Sportgemeinschaften des Bayerischen Landtages und der Bundesanwaltschaft Karlsruhe.
Neben Staatsminister Brunner und Landrat Lankl wollen mehrere Bürgermeister ihr spielerisches Können unter Beweis stellen, wobei anzumerken ist, dass es sich zumindest im Fall der Gemeindeoberhäupter Michael Schaller (Rinchnach), Kaspar Vogl (Grainet) und Max Köberl (Ringelai) um ehemalige Klassefußballer handelt. Mitwirken werden ferner die Bürgermeister Michael Adam (Bodenmais), Herbert Schreiner (Frauenau), Alois Wildfeuer (Kirchdorf), Robert Sommer (Regen), Markus Hauf (Teisnach) und Hermann Brandl (Arnbruck). Auch Leiter der Partie wird ein hochkarätiger Aktiver sein: der Kirchdorfer Georg Greipl, der bis vor einigen Jahren als Schieds- bzw. Linienrichter in den höchsten Ligen zum Einsatz kam.
Minister führt die Bürgermeister zum Sieg!
Von einer „richtig schönen Sache“ sprach Sportleiter Hans Greiner von den Wolfsteiner Kickern nach einem freundschaftlichen fußballerischen Vergleich mit einer Bürgermeister-Elf, in der sogar Staatsminister Helmut Brunner zum Einsatz kam.
Und der „Herr Minister“ - auf dem Spielfeld natürlich nur der „Helmut“ - war sogar einer der Aktiv-Posten. Brunner, in seiner Glanzzeit Stammspieler der Ruhmannsfeldener „Ersten“ führte die Bürgermeister-Elf am Ende sogar zum 4:3-Sieg gegen die Kicker.
Was nach Sensation „riecht“, ist keine. Zum einen waren wie der Minister („habe im Urlaub heimlich trainiert“) auch einige der Gemeindeoberhäupter vor Jahren einst hervorragende Fußballer, zum anderen hatten sich die Wolfsteiner Kicker an die Abmachungen gehalten und ausschließlich ihre ältere Garde eingesetzt. Mit Ausnahme von Hans-Hermann Eder (der wurde aber ins Tor gestellt!) hatten die Kicker den „Fünfziger“ bereits hinter sich - nicht wenige haben sogar schon den „Sechser“ vor ihrer „Hausnummer“.
Gespielt wurde im übrigen anlässlich der Kirchdorfer Kirchweih, und arrangiert hatte des Treffen der Kirchdorfer Gemeindekämmerer Georg Rechenmacher, seit Jahren Mitglied der WOS-Kicker.
Die Partie stand auf einem ganz ansprechenden Niveau, wobei die Kicker schon nach zwei Minuten in Rückstand gerieten. Bis zur Pause wandelte die Bürgermeister-Elf den Rückstand in eine 2:1-Führung um. Als die Politiker nach Seitenwechsel auf 4:1 davonzogen, schien sich ein Debakel für die „Kicker-Senioren“ anzubahnen. Doch in der Folge spielten nur noch sie, und die Kicker kamen auch noch auf 3:4 heran, aber zum Ausgleich reichte es trotz bester Chancen nicht mehr. Auch Landrat (und Kicker-Vorsitzender) Ludwig Lankl legte sich vergebens ins Zeug. Für die Bürgermeister trafen Fritz Bielmeier (2), Hermann Brandl und Helmut Ertl, auf Kicker-Seite waren Marco Di Leo (2) und Schos Rechenmacher erfolgreich. SR war der ehemals hochklassige Referee Georg Greipl.
Bei den Kickern hat mit dem Spiegelauer Gottfried Eiler ein altgedienter Routinier in aller Stille ein besonderes Jubiläum gefeiert - seinen 250. Einsatz. Das Spiel gegen die Bürgermeister war bereits Eilers 251. Einsatz im Kicker-Dress. Er krönte den mit einer starken Leistung, ebenso wie der reaktivierte Wigg Reidl, der als „letzter Mann“ eine ganz große Vorstellung lieferte. Übrigens: Für nächstes Jahr wurde ein Retourspiel vereibart - mit ähnlichen Besetzungen auf beiden Seiten.
Wieder mit etwas jüngeren Kräften wollen die WOS-Kicker in den nächsten Einsatz gehen. Da wird am Freitag, 18. September, 18 Uhr , die AH des TSV Kreuzberg Gegner sein. Zwischendurch sollte auch noch ein Spiel in Lalling stattfinden, das die Gegner jedoch höchstwahrscheinlich werden absagen müssen, da es eine Terminüberschneidung gibt.
